Meilensteine der Forschung

Beim EIS-Verfahren werden Hautveränderungen mit Hilfe elektrischer Impedanzmessungen bewertet. Das Verfahren wurde schnell weiterentwickelt und erfolgreich an verschiedenem menschlichem Gewebe getestet. Bei der Gründung von SciBase im Jahre 1998 untersuchten Ollmar und sein Team vorwiegend verschiedene Hautreaktionen, z. B. Allergien – der Schwerpunkt auf Krebs folgte erst später. Hier sind einige der Entdeckungen, die den Weg für Nevisense geebnet haben:

 

• 2012 – Klinische Bestätigung des Verfahrens in der größten, jemals durchgeführten klinischen Prospektivstudie im Bereich der Melanomerkennung.

• 2010 – Abschluss der Algorithmusentwicklung für den endgültigen Klassifikator für das Nevisense-System.

• 2008 – Abschluss der Produktentwicklung des Nevisense-Geräts.

• 2004 – Belegung der Durchführbarkeit (Proof of Principle) für den Einsatz der EIS zur Erkennung maligner Melanome mit der Verwendung einer mikroinvasiven Elektrode.

• 2003 – Eine Pilotstudie zeigte, dass nichtmelanozytärer Hautkrebs mit Hilfe einer nichtinvasiven Elektrode ohne Mikrospikes von gutartigen Läsionen unterschieden werden kann.

• 1998 – Gründung von SciBase. Bald stand fest, dass die Messung von Hautläsionen und Schleimhäuten möglich war. Es konnte nachgewiesen werden, dass das Verfahren verschiedene Arten von Reaktionen und spezifischen Irritationen der Haut unterscheiden kann.

• 1993 – Das Verfahren wurde weiterentwickelt. Von nun an war auch die Messung von Veränderungen bei einer kontrollierten und variablen Tiefe von nur einer Seite möglich.

• 1989 – Mit Hilfe der elektrischen Impedanz entdeckte das Forscherteam um Stig Ollmar verschiedene Irritationsgrade der Mundschleimhaut. Das Messinstrument wurde sowohl an der Innen- als auch an der Außenseite des Munds angewendet.

• 1980er – Associate Professor Stig Ollmar und seine Forscherkollegen legten den Grundstein für die heutige SciBase-Methode, die auf der elektrischen Impedanzspektroskopie (EIS) beruht.

Weitere Informationen erhalten Sie in der Liste der wissenschaftlichen Publikationen.

Die Entwicklung der EIS

SciBase wurde 1998 vom Associate Professor Stig Ollmar am Stockholmer Karolinska Institutet gegründet. Bereits Anfang der 1980er legten Stig Ollmar und seine Forscherkollegen den Grundstein für die heutige SciBase-Methode, die auf der elektrischen Impedanzspektroskopie (EIS) beruht.

Früher Prototyp.

Die Idee für die Entwicklung einer Sonde zur Erkennung von Hautkrebs nahm erstmals Gestalt an, als die Forscher hinter SciBase feststellten, dass die verschiedenen elektrischen Eigenschaften von gesunder Haut im Vergleich zu irritierter Haut messbar sind. Bei diesen frühen Tests wurden die Wirkung häufiger Reizstoffe, z. B. Seife, und deren Auswirkung auf die Haut untersucht. Nach der Anpassung und Weiterentwicklung des Algorithmus zur Interpretation der Messdaten wurde deutlich, dass es außerdem möglich war, die verschiedenen, für karzinöse und nichtkarzinöse Zellen typischen Merkmale aufzuzeigen. Diese Entdeckung veranlasste Associate Professor Ollmar, Erfinder des von SciBase genutzten EIS-Verfahrens, eine empfindliche Sonde mit mikroskopisch kleinen Spikes zu entwickeln.

Die Technologieplattform wurde mehrere Jahre lang auf experimentelle Reaktionen an gesunden Freiwilligen sowie an Patienten mit verschiedenen Erkrankungen der Haut oder der Mundschleimhaut getestet. Es zeigte sich, dass mit Hilfe der Technologie verschiedene Formen der Gewebeveränderung erkannt werden können.

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