Barrierefunktion der Haut: Hintergrund

 

Die Bedeutung der Hautbarriere für die Entwicklung, Charakterisierung und Behandlung einer Reihe von Erkrankungen rückt zunehmend ins Bewusstsein der Medizin. Barrieredefekte wurden im Zusammenhang mit Neurodermitis, Asthma, chronischer Rhinosinusitis, allergischer Rhinitis, Ösophagitis und Kolitis berichtet. Die Bewertung der Barrierebeeinträchtigung liefert einen Einblick in diese Störungen, allerdings war Bewertung der Hautbarriere bisher eher auf Forschungsumgebungen beschränkt. Atopische Dermatitis (AD) ist die häufigste, komplexeste chronisch entzündliche Hauterkrankung. Es ist bekannt, dass eine beeinträchtigte Hautbarriere ein kritischer Faktor bei der Entwicklung von Neurodermitis oder Ekzemen ist. Eine Funktionsstörung der Hautbarriere ist der erste Schritt bei der Entwicklung von AD, und eine verminderte Hautbarrierefunktion bei der Geburt kann bereits ein erster Hinweis auf die Entwicklung einer atopischen Dermatitis sein. Es wurde auch gezeigt, dass atopische Dermatitis oder eine beeinträchtigte Hautbarriere häufig einer Nahrungsmittelallergie vorausgehen, da eine verringerte Hautbarrierefunktion es Lebensmittelallergenen aus der Umwelt ermöglicht, in die Haut einzudringen, was zu einer systemischen Allergensensibilisierung führt. Dies wird als „atopischer Marsch“ bezeichnet und bezieht sich auf das natürliche Fortschreiten atopischer Erkrankungen von atopischer Dermatitis im Säuglingsalter bis zu atopischem Asthma bei Kindern im schulpflichtigen Alter.

Es wurde auch gezeigt, dass atopische Dermatitis oder eine beeinträchtigte Hautbarriere häufig einer Nahrungsmittelallergie vorausgehen, da eine verringerte Hautbarrierefunktion es Lebensmittelallergenen aus der Umwelt ermöglicht, in die Haut einzudringen, was zu einer systemischen Allergensensibilisierung führt. Dies wird als „atopischer Marsch“ bezeichnet und bezieht sich auf das natürliche Fortschreiten atopischer Erkrankungen von atopischer Dermatitis im Säuglingsalter bis zu atopischem Asthma bei Kindern im schulpflichtigen Alter.

Welche Möglichkeiten bietet SciBase beim Testen der Barrierefunktion der Haut?

 

Im Rahmen von Forschungsarbeiten wurde das EIS-System Nevisense (Electrical Impedance Spectroscopy) von SciBase in einem neuen klinischen Bereich untersucht, und zwar zur Diagnostik barrierebedingter Hautstörungen. Aufbauend auf ersten Arbeiten von Stig Ollmar und SciBase im Bereich der Neurodermitis vor über einem Jahrzehnt, wurden Untersuchungen zur Bewertung der Hautbarrierefunktion durchgeführt. Ziel dieser Untersuchungen war es, eine Methode zur In-Vivo-Bewertung der epidermalen Barrierefunktion der Haut zu etablieren, um diese als diagnostisches Instrument für barrierebedingte entzündliche Erkrankungen der Haut wie atopischer Dermatitis zu verwenden. Eine Studie mit dem Titel “Direct assessment of skin epithelial barrier by electrical impedance spectroscopy“ (“Direkte Beurteilung der Hautepithelbarriere durch elektrische Impedanzspektroskopie“) wurde in der Zeitschrift Allergy, European Journal of Allergy and Clinical Immunology, veröffentlicht und kommt zu dem Schluss, dass sich die elektrische Impedanzspektroskopie sehr gut als schnelles und zuverlässiges Diagnosewerkzeug zur Erkennung von Störungen der Hautbarriere eignen kann. Die Studie zeigt ein klares Potenzial für die Verwendung von Nevisense bei der routinemäßigen klinischen In-Vivo-Bewertung der Barrierefunktion und der Untersuchung barrierebedingter Störungen. Entwicklungsziel für Nevisense in diesem Indikatiosbereich ist ein Gerät, welches verwendet werden kann, um schnell und einfach in einer normalen klinischen

Umgebung die Barrierefunktion der Haut im Hinblick auf das Ansprechen auf Behandlungsmethoden, sowie zur Früherkennung von Patienten mit Hautbarriere-Defekt, beurteilen zu können. Die Früherkennung bei Babys mit Hautbarriere-Defekt schon vor Beginn einer ausgeprägten atopischen Dermatitis ist mit herkömmlichen Mitteln derzeit nur schwer möglich. Bei frühzeitiger Erkennung mittels EIS könnten diese Patienten in Hautbarriere-Schutzprogramme aufgenommen werden, um die Entwicklung einer atopischen Dermatitis zu verlangsamen oder gänzlich zu verhindern.

Atopische Dermatitis betrifft mehr als 10% der Weltbevölkerung, 80% der Betroffenen sind Kinder im Säuglingsalter. Die Breite der möglichen Anwendungen ist sehr hoch – Erkrankungen wie Ekzeme, Nahrungsmittelallergien, Asthma sowie einige Magen-Darm-Erkrankungen werden von Störungen der Barrierefunktion beeinflusst.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://scibase.com/new-study-opens-up-new-applications-for-scibases-product-nevisense/